Transformation 2018-12-02T11:14:55+00:00

Im Nachfolgen möchte ich ein paar Dinge zum Thema Transformation erläutern: Wir leben in einer Zeit, in der wir im Außen und auch im Inneren als Menschen große Veränderungen erfahren. Wir stehen am Beginn eines neuen Zeitalters, manche nennen es das Wassermannzeitalter, manche das Goldene Zeitalter, Bezeichnungen, die meiner Auffassung nach nicht so wichtig sind. Fakt ist, dass viele Menschen diese Bewegungen spüren und selbst, wenn sie sich nicht so viel mit politischen und gesellschaftlichen Dingen im Außen befassen, ist der Wandel, die Unruhe und das Chaos, das damit einhergeht, auch für sie wahrnehmbar. Das Innere des Menschen ist in Aufruhr.

Hintergrund ist, dass wir nach einer langen Zeit der Unbewusstheit, der Dunkelheit und der zugrundeliegenden Angst nun in die Epoche der Bewusstwerdung, in die Wiederentdeckung unserer geistigen, spirituellen Natur und unserer eigenen Göttlichkeit und damit der Liebe eintreten. Ich weiß nicht, wie viele Jahre wir in der Dunkelheit gelebt haben, es dürften mehrere Zehntausend Jahre gewesen sein, die der Mensch, sich getrennt von allem empfindend und in der Angst ums nackte Überleben kämpfend, verbracht hat.

Mit der stetigen Schwinungserhöhung der Erde passiert auch etwas mit und im Menschen: nach einem sehr langen Schlaf wacht er nun Stück für Stück auf, um sich wieder an seine göttliche Natur zu erinnern und sein unendliches Schöpferpotential zu entdecken. Dazu bedarf es zunächst, dass alles, was nicht Liebe ist ans Licht gelangt. Es gibt im Grunde nur zwei Kräfte, die in unserem Leben wirken: die Liebe und die Angst. Alles, was nicht ein Ausdruck von Liebe und Harmonie ist, ist ein Ausdruck der Angst. Die Angst ist hierbei nur ein kleiner Aspekt unseres Wesens, der vergessen hat, dass er Liebe ist.

Diese Zeiten sind demnach von Offenbarungen geprägt, jegliche (Selbst-)Täuschungen fliegen auf. Das sieht man im Außen an allen Ecken an den zunehmenden Offenlegungen von Skandalen politischer, gesellschaftlicher, wissenschaftlicher und unternehmerischer Natur. Und auch der Mensch selbst bleibt von den Offenbarungen nicht frei. Alles, was an Selbstbelügung, – täuschung und an der Unterdrückung von Gefühlen lange Zeit im Dunkeln blieb, kommt nun ans Licht und wird in dieser Reinigungszeit transformiert. Wohin? In die Liebe. Denn Liebe ist das, woraus wir bestehen und woran wir uns nun erinnern dürfen.

In dieser Transformationszeit entdecken die Menschen, dass sie nicht getrennte, dem Zufall zu verdankende existente Wesen sind. Sie finden heraus, dass sie keinem Gott im Außen unterstehen, so wie es lange Zeit die Kirche und andere Einrichtungen den Menschen vormachen wollten. Der Mensch entdeckt jetzt durch das Erforschen seiner Selbst, dass er schon immer ein göttliches Wesen war und ist und er selbst alles erschafft. Jeder Mensch erschafft sich seine Realität durch seine Gedanken und die daran geknüpften Gefühle. Es gibt keine Ausnahmen. Alles ist selbst erschaffen.

Immer mehr Menschen nehmen sich also selbst bewusster wahr und fangen an bestimmte Dinge zu hinterfragen. Sie widmen sich dem Thema Transformation erfahrungsgemäß dann, wenn es so sehr in ihrem Inneren schmerzt oder ihr Leben in eine Sackgasse gerät, dass sie sich auf die Suche machen. Statt im Außen die Dinge, so wie wir es bisher gelernt haben, zu ändern und zu hoffen, dass es dadurch besser wird, machen sie sich bewusst, dass wirkliche Änderungen zunächst im Innern passieren. Das Äußere ist stets nur ein Abbild des Inneren. Deshalb ist Transformation etwas, das in erster Linie im Inneren des einzelnen Menschen sich abspielt.

Transformation hat viel mit dem weiblichen Prinzip des Aufgebens, Empfangens und der Intuition zu tun. Das fällt uns Menschen sehr schwer, da wir jahrtausendelang das männliche Prinzip gelebt haben, welches das Kämpfen, Durchbeißen und dem Leben aus dem Verstand heraus umfasst. Transformation ist nichts, was man tun kann, es hat einzig allein mit Aufgeben und Zulassen zu tun.

Wir erinnern uns nun wieder daran, dass wir Human-Beings sind und keine Human-Doings.

Der Mensch ist ein vollständiges Wesen, das alles in sich hat. Das heißt zum einen, er ist bereits perfekt. Zum anderen heißt das, dass er alles für ein erfülltes Leben in sich trägt. Er hat sich selbst als Schöpfer hier auf der Ebene in der sogenannten dritten Dichte manifestiert, um hier auf Erden emotionale Erfahrungen zu machen, die er auf anderer Ebene nicht machen kann. Leben für Leben kommt er wieder her, macht Erfahrungen als Mensch und hat dabei immer mehr vergessen, welch göttliches Wesen er ist.

Nun kommt die berechtigte Frage, wieso der Mensch hierher auf Erden kommt und sich Leben für Leben durch teilweise sehr leidvolle Erfahrungen quält. Dies kommt daher, dass er die Art von emotionalen Erfahrungen auf anderer (Geistwesen-) Ebene nicht machen kann. Er hat aber den tiefen Wunsch in sich zu erkennen, wer er wirklich ist. Dies ist in diesen Zeiten der Schwingungserhöhung nun für ihn möglich. Es werden mehr und mehr Menschen, die sich auf dem Weg der Erkenntnis machen, sich aus ihrem Un- und Opferbewusstsein lösen und in ihre Schöpferkraft gehen.

Wie ich bereits erwähnte, ist Transformation nichts, was man tun kann. Das ist das Schwierigste, weil wir es so sehr gewohnt sind, im Tun- und Kämpfermodus zu sein. Von Kind auf hat man uns beigebracht, dass wir so, wie wir sind nicht richtig sind, nicht liebenswert sind. Ein jedes Kind geht durch diese Erfahrungen durch und baut mehr oder weniger dicke Schutzmauern um sich herum, die das eigene Herz verschlossen halten. Eben jenen Teil von uns, der uns letztlich zuverlässig und mit Freude durch das Leben lenkt. Was das Herz erfassen kann, schafft der Verstand nicht einmal ansatzweise. Jeder von uns trägt tiefe Verletzungen in sich, die dem einen, der einen, mehr oder weniger bewusst sind. Selbst wenn ein Kind eine glückliche Kindheit erlebt hat, ist es dennoch im kollektiven Bewusstseinsfeld von Schmerz, Trennung und Angst aufgewachsen, so dass er diese Informationen des Nicht-Geliebtwerdens und dem Tun-/Kämpfermodus auch in sich gespeichert hat.

Was wir im Grunde im Erwachsenenalter tun, ist der Liebe und der Akzeptanz, die wir glauben nur im Außen finden zu können, hinterherzurennen und um unser Leben und unsere Daseinsberechtigung zu kämpfen.

Die Erleuchtung nach der wir als Menschen im Grunde alle streben, kann einfach so definiert werden, dass wir uns selbst komplett lieben. Dies heißt wiederum, dass wir uns so annehmen, wie wir sind. Mit all unseren lichtvollen und Schattenseiten. Transformation heißt: uns so lieben, wie wir sind. Liebe ist annehmen und Annehmen macht ganz. Durch das Annehmen passiert die Änderung, die Selbstliebe und damit erfolgt die Erleuchtung, nach der wir uns alle bewusst oder unbewusst so sehnen.

Alles, was einem Menschen im Leben passiert, seine Lebensumstände, seine Gesundheit, Partnerschaften, Beziehungen, sein Beruf, sein Reichtum und seine Gesundheit, sind stets nur die Spiegelbilder seines Inneren. Alles läuft im Kern immer darauf hinaus, dass wenn ein Mangel in einem entsprechenden Lebensbereich wahrgenommen wird, ein Mangel an Selbstliebe besteht. Der Mangel an Selbstliebe liegt immer in der Kindheit, Jugend begründet. Es sind im Grunde die übernommenen Glaubenssätze und damit Verurteilungen unserer Eltern, unseres kollektiven Umfeldes, die wir als Kinder über uns selbst und das Leben übernommen haben. Glaubenssätze sind wiederkehrende Gedanken wie „Ich bin zu dumm. Ich bin nicht hübsch genug. Es ist nie genug. Ich schaffe nichts. Das Leben ist anstrengend. Ich muss mich anstrengen, um etwas zu erreichen. Beziehungen scheitern eh auf kurz oder lang. Geld stinkt. Nie ist genug da.“ Glaubenssätze und die daran hängenden Gefühle sind die Bausteine unserer Realität. Das, was wir denken und fühlen, wird unsere Realität.

Durch das Bewusstwerden der einzelnen Glaubenssätze über sich und das Leben, verändert sich alles. Es gehört eine Menge Mut und in der Regel Zeit dazu Schritt für Schritt in die Verantwortung für sich und das eigene, erschaffene Leben reinzuwachsen. Was wir bisher gekannt haben, war das Opferbewusstsein und damit die Abgabe von Verantwortung. Noch immer leben die meisten Menschen danach. „Der hat das getan … /Sie hat … Die Politiker haben … / Die Pharmaindustrie hat Schuld … etc.“ Das Opferbewusstsein hält den Menschen klein und handlungsunfähig. Erst, wenn er die volle Verantwortung für seine gewollten und ungewollten Schöpfungen übernimmt, kommt er in seine Kraft und kann dadurch neu erschaffen.

An dieser Stelle möchte ich die drei Schritte für die Transformation umreißen, die ich auch in meinen Coachings und Seminaren vermittle:

  1. Übernimm die Verantwortung. Alles, was Du in Deinem Leben erfährst, hast Du selbst erschaffen beziehungsweise miterschaffen. Solange Du die Verantwortung nicht übernimmst, bleibst Du in der Opferposition und das tut immer weh und hält Dich klein (denn als Opfer hat man keine Macht, als Schöpfer schon).
  2. Finde die Werturteile (Glaubenssätze), die dieser Situation zugrunde liegen. Immer, wenn etwas schmerzt in unserem Leben, dann sind es verurteilende Gedanken über uns selbst beziehungsweise über die Situation. „Ich sollte nicht… Die anderen sollten nicht …  Es sollte nicht so sein …“ Das Aufschreiben der Werturteile hat sich bewährt. Was aufgeschrieben ist, ist bewusst gemacht und entlastet den Kopf.
  3. Nimm an und fühle. Indem Du die Werturteile annimmst, passiert die Veränderung. Durch das Annehmen und Fühlen der daran hängenden Gefühle, passiert Transformationen. Das heißt im Kern, dass die weggedrückten Gefühle („Es sollte nicht so sein … Annahme: „Es darf so sein …“ „Ich darf abgelehnt werden… „) fließen können. Vom Solarplexus beginnend, über das Herzchakra gehend und dann über das Kopfchakra hinaus fließen sie. Es herrscht kein Widerstand mehr, wenn Annahme besteht und dadurch ändert sich alles auch im Außen. Das heißt nicht, dass man nicht eigene Grenzen setzt. Es geht hierbei um das Erkennen und das Fließenlassen der Emotionen. What you resist, persists – wohingegen Du Dich widersetzt, bleibt bestehen. Wieso? Weil der Fokus immer wieder energetisch auf das Unerwünschte gerichtet ist und das erschafft Realität. Durch das Annehmen der Werturteile und der daran geknüpften Gefühle, löst sich der Widerstand auf, es entsteht ein Gleichgewicht und Du musst Dir die wiederholenden Situationen, die den Schmerz hervorrufen nicht wieder und wieder erschaffen. Merke Dir: es geht in erster Linie darum, die ganzen weggedrückten Gefühle aus der Kindheit zu fühlen, sie zu erlösen durch das Annehmen. Du kannst dabei den kleinen Jungen, das kleine Mädchen in Dir visualisieren, es umarmen und ihm all die Liebe geben, die er, sie so lange vermisst hat.

Zuletzt kann man dienlichere, neue Glaubenssätze finden, die die alten ersetzen. Wichtig ist, dass die alten ihre Gültigkeit hatten, sonst wären sie nicht da gewesen. Alles hat einen Sinn.

Realität wird durch Gedanken und Gefühle erschaffen. Letztere sind der Grundbaustein schlechthin für die erschaffene Realität. Wir sind emotionale Wesen, wir machen alles wegen einem Gefühl. Wir kaufen uns beispielsweise nie wirklich Produkte ein, sondern Gefühle wie Sicherheit, Wohlbefinden, Hoffnung und Wertschätzung.

Die Situationen im Außen sind letztlich unbedeutend. Beziehungsthemen, Geldprobleme, Jobthemen – die Situationen und dran beteiligten Personen sind im Grunde austauschbar. Wichtig sind die wiederkehrenden Gefühle. Welches Gefühl ruft die Situation hervor? Hier liegen die Schätze versteckt.

Hierbei ist es hilfreich zu wissen, dass alle Verletztheitsgefühle immer aus der Kindheits- oder Jugendzeit kommen und der angestaute Schmerz durch die vielfältigen Situationen im Erwachsenenalter Erlösung sucht. Deshalb, wenn ein Problem besteht, dann schaue Dir die zugrunde liegenden Werturteile an, nimm sie an und fühle das Gefühl dahinter. Dazu braucht es nicht das Zurückgehen in andere Leben. Das jetzige Leben, die erlebte Kind- und Jungendzeit beinhaltet alles. Alles, was der einzelne Mensch noch lernen und entdecken mag, bringt er in dem jetzigen Leben mit beziehungsweise hat er in seiner Kindheit, Jungend an Gefühlen kreiert.

Es geht immer um die Annahme der Werturteile, die der Mensch über sich selbst, andere und das Leben hat und das Fließenlassen der entsprechenden Gefühle. Die Änderung im Inneren (und dadurch im Außen) passiert allein durch Annehmen, Akzeptieren. Der Mensch nimmt sich mehr und mehr selbst an, er entdeckt, dass es immer ums Ganzsein – Human-Being – geht und setzt seine unendliche Schöpferkraft bewusst ein. Damit lernt er wahrlich das Fliegen hier auf Erden.

Text 11/2018 Christine Werner